Freestyle | 04.03.2022

Der perfekte Freestyle-Ski: Länge & mehr

VÖLKL
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Dein Guide für jeden Fahrstil

Flip, Switch, Mute ... Nein, wir reden hier nicht von einem DJ-Set in einer Radioshow. Das sind alles Begriffe, die beim Freestyle Skiing verwendet werden. Aber wenn du ein eingefleischter Freestyle-Fan bist, weißt du das bestimmt schon. Für perfekte Tricks und höchsten Fahrspaß im Park, in der Pipe oder im Backcountry ist aber auch die richtige Freestyle-Ski Länge entscheidend.

Sich durch den schier unendlichen Dschungel an Freestyle-Ski-Setups zu kämpfen, kann etwas schwierig sein – vielleicht sogar noch schwieriger, als den dazu passenden Slang zu meistern. Aber keine Sorge: INTERSPORT Rent hat sich mit den Experten von Völkl zusammengetan und wir verraten dir gerne, wie du die perfekte Skilänge für Freestyle-Ski findest. Denn mit dem passenden Setup kannst du deine Skills optimal entfalten und das Maximum aus deinem Riding herausholen.

Eines vorweg: Die richtige Freestyle-Ski Länge hängt vor allem davon ab, was du damit vorhast.

Freestyle-Ski Länge: Was du bei der Wahl beachten solltest

Freestyle-Ski ist eigentlich ein Oberbegriff für verschiedene Ski-Typen, die sich in ihren Eigenschaften und Einsatzgebieten unterscheiden: Park-Ski für technische Tricks, verspielte All-Mountain-Modelle für Vielseitigkeit und Freeride-Ski für das Gelände. Während deine Körpergröße als Orientierung dient, solltest du diese auch je nach Einsatzbereich anpassen.

Du solltest dir vor allem über folgende individuelle Faktoren Gedanken machen – denn nur so kannst du das Beste aus deinem Setup herausholen:

  • Bevorzugter „Playground“ (Park, Pipe, Off-Piste, All-Mountain)
  • Körpergröße und Gewicht
  • Persönlicher Fahrstil
  • Fahrkönnen und Erfahrungslevel

Als allgemeine Faustregel gilt: Größere und schwerere Skifahrer brauchen Ski, die länger sind – aber wie bereits erwähnt, spielen mehr Faktoren als nur deine Körpergröße und dein Gewicht eine Rolle!

First things first: Körpergröße & die richtige Freestyle-Ski-Länge

© VÖLKL / Syo van Vliet

Bevor wir ins Detail gehen, verschaffen wir dir einen Überblick über die grundlegenden Unterschiede zwischen kürzeren und längeren Modellen. Die Skilänge wirkt sich entscheidend auf das Fahrverhalten aus, denn sie beeinflusst direkt deine Kontrolle, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit.

Ein erster wichtiger Ausgangspunkt ist die Körpergröße bei der Wahl der Länge deiner Freestyle-Ski. Abhängig von deinem Fahrstil und Einsatzgebiet kannst du davon entsprechend abweichen.

Wenn du mehr über die richtigen Ski für dein bevorzugtes Terrain wissen willst, lies weiter – dazu verraten wir dir später mehr!

Vor- und Nachteile einer kürzeren Freestyle-Ski Länge

Freestyle-Ski mit einer Länge, die kürzer als deine Körpergröße ist, bieten spezifische Vor- und Nachteile, die dein Riding maßgeblich beeinflussen können.

Vorteile:

  • Eignen sich besonders für Tricks auf Kickern, Switch Ups auf Rails, komplexere Stunts.
  • Sind besser für schnelle Richtungswechsel.
  • Sind drehfreudiger und leichter zu kontrollieren.

Nachteile:

  • Werden nicht so schnell.
  • Bieten weniger Auftrieb im Pulverschnee.
  • Weniger Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten.

Vor- und Nachteile von längeren Freestyle-Ski

Längere Ski, die so groß oder sogar größer sind wie du selbst, haben eigene Charakteristika, die besonders bei bestimmten Disziplinen zum Tragen kommen.

Vorteile:

  • Eignen sich besonders für große Sprünge, Pipes und Terrain abseits der Piste.
  • Sorgen für mehr Auftrieb in tiefem Schnee.
  • Erreichen höhere Geschwindigkeiten und sorgen für mehr Speed bei „Big Air“. Jumps.
  • Bieten mehr Stabilität bei der Landung.

Nachteile:

  • Drehen langsamer.
  • Sind schwieriger zu kontrollieren bei technischen Tricks.

Freestyle-Ski Größentabelle: Orientierungshilfe zur richtigen Skilänge nach der Körpergröße

Die folgende Tabelle gibt dir eine grobe Orientierung, welche Freestyle-Ski Länge für deine Körpergröße und deinen bevorzugten Einsatzbereich geeignet sein könnte. Beachte jedoch, dass es sich dabei um Richtwerte handelt, die je nach individuellem Fahrstil, Gewicht und Vorlieben variieren können.

Körpergröße(cm) Jibbing Jumps All-Mountain Backcountry
160 cm 145-150 cm 155-160 cm 150-155 cm 160-170 cm
170 cm 155-160 cm 165-170 cm 160-165 cm 170-180 cm
180 cm 165-170 cm 175-180 cm 170-175 cm 180-190 cm
190 cm 175-180 cm 185-190 cm 180-185 cm 190-200 cm

Freestyle-Ski Länge nach bevorzugtem Terrain

Park, Pipe oder natürliche Obstacles im Backcountry: Was ist dein „Lieblingsspielplatz“? Je nachdem, in welchem Gelände du am liebsten fährst, solltest du die Skilänge deiner Freestyle-Ski entsprechend anpassen.

© VÖLKL / c.Pally-Learmond

Die richtige Länge der Freestyle-Ski für Park & Pipe

Im präparierten, harten Terrain von Park und Pipe benötigst du speziell angepasste Ski, die deinem jeweiligen Fahrstil entsprechen. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach deinem bevorzugten Fokus erheblich.

Option 1 – Optimale Freestyle-Ski Länge für Jibs & CO

Wenn du vorhast, viel zu jibben und auf Rails und Boxen unterwegs bist, solltest du dich für verspielte, wendige Ski entscheiden. Sie sollen sich leicht drehen lassen und maximale Kontrolle bieten.

  • etwas kürzerer Ski (im Vergleich zu All-Mountain-Ski)
  • Skilänge bis ca. zwischen Kinn und Nase

Eine kürzere Skilänge gibt dir mehr Kontrolle über die Ski, erhöht die Manövrierfähigkeit und verringert das Schwunggewicht bei Drehungen und Flips. Weitere Eigenschaften, die der Ski haben sollte:

  • weicher Flex für bessere Manövrierbarkeit
  • Tip- und Tail-Rocker
  • mittlere Breite für gute Balance zwischen Stabilität und Wendigkeit
  • Unsere Favoriten: Völkls Revolt 86 oder Revolt 90

Expertentipp: Je technischer und anspruchsvoller deine Rail-Tricks werden, desto kürzer sollten deine Ski sein, um maximale Kontrolle zu gewährleisten.

Option 2 – die richtige Skilänge für Jumps

Wer große Sprünge wagen will, muss auch schnell sein. Das heißt, du benötigst Ski, die dir Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und bei der Landung bieten. In der Regel erreichst du das mit etwas längeren Ski. Aber: Die Ski sollten auch nicht zu lang sein, da sonst das Schwunggewicht bei Tricks in der Luft zu groß wird.

  • typische All-Mountain-Skilänge oder
  • Ski, die ungefähr so lang sind, wie du groß bist

Je größer die Sprünge werden, desto wichtiger ist die Stabilität. Bei sehr großen Kickern kannst du auch zu Ski greifen, die minimal über deiner Körpergröße liegen. Weitere Eigenschaften, die der Ski aber unbedingt haben sollte:

  • steifer Flex für mehr Stabilität
  • Camber-Profil für besseren Pop und präzise Landungen
  • Schmale bis mittlere Breite für direktes Kantengreifen
  • Unser Favorit: Völkls Revolt 90 oder Revolt 84

Option 3 – ein bisschen von beidem

Wenn sowohl Pipe- als auch Park-Skiing zu deinem Repertoire gehören, solltest du deine persönliche Präferenz und unsere Tipps oben berücksichtigen.

  • Kürzere Ski sind drehfreudiger und leichter zu manövrieren.
  • Längere Ski bieten mehr Stabilität und lassen sich besser beschleunigen.

Ideale Eigenschaften, die der Ski haben sollte:

  • moderater Flex (mittel bis steif)
  • Hybrid-Rocker
  • durchschnittliche bis mittlere Breite
  • Unser Favorit: Völkls Revolt 95

Ski-Länge für All-Mountain Freestyle: Mix aus präparierter Piste und Park

Wenn du sowohl im Park als auch auf normalen Pisten und hin und wieder im Gelände unterwegs sein möchtest, brauchst du einen vielseitigen Ski, der überall performt. All-Mountain Freestyle-Ski sind der perfekte Kompromiss, wenn du in beiden Bereichen Spaß haben willst.

  • Wähle eine Skilänge, die etwa 5 cm kürzer ist als deine Körpergröße.
  • D. h. der Ski, soll zwischen deiner Nase und Stirn enden.

Dadurch verlierst du nur ein wenig an Wendigkeit und Höchstgeschwindigkeit – dafür ist der Ski für fast jedes Gelände geeignet. Weitere Eigenschaften, die der Ski haben sollte:

  • Hybrid Camber
  • Tip- und Tail-Rocker
  • Ausgewogener Flex für Vielseitigkeit
  • Unser Favorit: Völkls 104er

Richtige Freestyle-Ski Länge für natürliches Gelände (Off-Piste)

Das Freeriden im Gelände im Pulverschnee, zwischen Bäumen und über natürliche Kickern ist sicherlich der speziellste und seltenste Einsatzbereich.

Wenn du die natürlichen Gegebenheiten des Berges nutzen willst, brauchst du Freeride-Ski mit ausreichend Auftrieb und Stabilität, die dennoch verspielt genug für Tricks sind.

© VÖLKL / Syo van Vliet
  • Wähle einen breiten und verspielten Freeride-Ski, um auch im Tiefschnee Tricks ausführen zu können.
  • Ausreichend Auftrieb bekommst du mit einem längeren Ski-Modell, als bei herkömmlichen Freeride-Skiern.
  • Der Ski soll deiner Körpergröße entsprechen oder etwa 5 bis 15 cm länger sein (für erfahrene Skifahrer).
  • Unser Favorit: Völkls Revolt 95

Unser Tipp: Entscheide dich für den Bereich, in dem du am meisten unterwegs bist, oder wähle ein All-Mountain-Modell als Kompromiss. Für Tage, an denen du im Park fahren willst oder doch lieber den Schnee im Backcountry genießen willst, nutze die Verleihmöglichkeit bei INTERSPORT Rent. Unsere RENTertainer stehen dir an über 800 Standorten weltweit zur Verfügung, um dich mit dem perfekten Setup auszustatten!

Finde deine optimale Freestyle-Ski Länge.

Häufig gestellte Fragen zu Freestyle-Ski und deren Länge

Kann man mit Freestyle-Ski auf der Piste fahren?

Ja, definitiv! Freestyle-Ski sind vielseitiger als viele denken. Besonders All-Mountain Freestyle-Modelle eignen sich hervorragend für normales Pistenfahren. Beachte jedoch, dass spezielle Park-Ski mit abgerundeten Kanten und weicherem Flex auf harten, steilen Pisten weniger Kontrolle bieten als dedizierte Pistenski. Für gelegentliches Pistenfahren zwischen Parksessions sind sie aber absolut geeignet.

Kann man mit Freestyle-Ski carven?

Mit Freestyle-Ski ist Carven grundsätzlich möglich, aber nicht so effektiv wie mit speziellen Carving-Ski. Freestyle-Modelle haben typischerweise:

  • Eine weniger ausgeprägte Taillierung
  • Oft abgerundete Kanten (bei Park-spezifischen Modellen)
  • Weicheren Flex, der weniger Präzision beim Carven bietet

All-Mountain Freestyle-Ski mit intakten Kanten eignen sich noch am besten zum Carven. Wenn du hauptsächlich carven möchtest, sind Carving-Ski jedoch die bessere Wahl.

Sind kürzere Ski besser?

Für Einsteiger ins Freestyle-Skiing sind etwas kürzere Ski tatsächlich vorteilhaft, da sie:

  • Leichter zu kontrollieren sind
  • Drehfreudiger sind
  • Fehler eher verzeihen
  • Weniger Kraft bei der Ausführung von Tricks erfordern

Anfänger sollten mit Ski beginnen, die etwa 10-15 cm kürzer als ihre Körpergröße sind, und sich mit steigendem Können langsam an längere Modelle herantasten, wenn mehr Stabilität gewünscht wird.

Wie unterscheiden sich Twin-Tip Freestyle-Ski von normalen Modellen?

Twin-Tip Freestyle-Ski zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Aufgebogene Enden vorne und hinten (daher der Name "Twin-Tip")
  • Ermöglichen das Fahren und Landen rückwärts (Switch)
  • Oft symmetrischer Aufbau für gleiches Fahrverhalten in beide Richtungen
  • Häufig mittiger Punkt zum Montieren der Bindung (Mounting Point)

Diese Eigenschaften machen sie ideal für Freestyle-Manöver, bei denen oft rückwärts gefahren oder gelandet wird.

INTERSPORT Rent Tipp

Es gibt keinen Freestyle-Ski, der für alle Anwendungsbereiche gleich gut geeignet ist. Um das Beste aus deinem Tag im Park oder in der Pipe herauszuholen, besuche einen unserer INTERSPORT Rent Shops! Unsere RENTertainer vor Ort helfen dir gerne bei der Auswahl des perfekten Setups – inklusive der richtigen Länge der Freestyle-Ski für deine Bedürfnisse.

Teste verschiedene Modelle und Längen, bevor du dich entscheidest. So findest du garantiert den Freestyle-Ski, der optimal zu deinem Fahrstil passt. Und vielleicht verraten sie dir bei dieser Gelegenheit auch gleich, wo du die besten natürlichen und künstlichen Obstacles im ganzen Skigebiet findest … Happy jibbing and jumping!

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