Wusstest du, dass die meisten Pistenunfälle aufgrund von Selbstüberschätzung und Unaufmerksamkeit passieren? Das bedeutet auch: Der überwiegende Teil der Unfälle beim Skifahren und Snowboarden ist selbstverschuldet und betrifft nur die eigene Person. Kollisionen kommen dagegen eher selten vor.
Wenn du dich also fragst, wie du verhindern kannst, dass es zu Verletzungen auf der Piste kommt, ist die beste Antwort: durch verantwortungsvolles Skifahren und Snowboarden! Wie das gelingt und mit welchem Verhalten du zu einem sicheren Miteinander beim alpinen Wintersport beiträgst? Das verraten dir die Wintersport-Experten von INTERSPORT Rent in diesem Beitrag.
Es gibt mehrere Voraussetzungen, welche die Sicherheit beim Pistensport positiv beeinflussen. In erster Linie zunächst einmal: die richtige Ausrüstung. Und dazu gehört definitiv mehr, als einen Helm zu tragen. Details zum Thema Ausrüstung und Sicherheit erfährst du weiter unten.
Neben dem Equipment spielt deine körperliche Verfassung eine wichtige Rolle: Wie fit bist du? Gehst du müde oder ausgeruht auf die Piste? Trainierst du regelmäßig, oder hast du vielleicht einen Skigymnastik-Kurs zur Vorbereitung auf die Wintersaison besucht? Beherrschst du die Technik zum Skifahren oder Snowboarden bereits, oder benötigst du noch einen Kurs?
Wir empfehlen: Such dir das Skigebiet, in dem du fahren möchtest, entsprechend deinem individuellen Können aus!
Fertig? Bevor du in den Skitag startest, solltest du unbedingt morgens den Wetterbericht checken – mit besonderem Augenmerk auf die Lawinengefahr.
Jetzt lernen, wie du einen Lawinenlagebericht richtig verstehst und interpretierst.
Endlich am Berg angekommen, würdest du am liebsten gleich losstarten. Allerdings ist es ratsam, sich vor der ersten Abfahrt aufzuwärmen, ebenso wie nach längeren Pausen.
Zum Beispiel mithilfe folgender Übungen:
Tipp: Beginne anschließend mit einer einfachen Abfahrt, und steigere dich dann langsam! Es muss nicht gleich die schwarze Piste sein.
Wer verantwortungsvoll Skifahren möchte, der legt regelmäßig Pausen ein – und zwar schon vor der totalen Ermüdung. Denn Müdigkeit und Überanstrengung führen häufig zu Fahrfehlern und Unfällen. Du denkst jetzt an eine Einkehr mitsamt leckeren Schmankerln und ein paar Bier? Bitte nicht!
Denn Alkohol sollte während des Skitags tabu sein. Erstens, weil er die Hemmschwelle senkt, was die Risikobereitschaft beim Skifahren und Snowboarden betrifft. Zweitens, weil er die Reaktionszeit verlängert. Und drittens, weil die Wirkung von Alkohol in Höhenlagen verstärkt ist. Unfälle sind damit quasi vorprogrammiert.
Um ein sicheres Miteinander auf den Pisten zu fördern, hat der internationale Skiverband FIS Pistenregeln zum richtigen Verhalten beim Skifahren und Snowboarden erlassen. Es geht darum, mit Rücksicht auf andere Wintersportler unterwegs zu sein und die eigene Fahrweise stets an die aktuellen Verhältnisse anzupassen. Das oberste Ziel lautet: Unfälle vermeiden.
Die FIS-Verhaltensregeln sind von allen Pistenteilnehmern einzuhalten. Andernfalls kann es bei Unfällen zu zivil- und strafrechtlichen Folgen für die Beteiligten kommen. Meist hängen die Pistenregeln an den Liftstationen der Skigebiete aus.
Zusätzlich zu den allgemeinen Pistenregeln hat die FIS noch Umweltregeln und Richtlinien zur Sicherheit auf Ski- und Sesselliften definiert.
Zum verantwortungsvollen Skifahren gehört ein respektvoller Umgang mit der Natur. Und der beginnt bereits bei der Wahl des – im besten Fall möglichst nachhaltig wirtschaftenden – Skigebiets. Weiter geht es mit der Anfahrt: Bevorzugt werden sollten umweltfreundliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften und die Nutzung der örtlichen Skibusse.
Am Berg ist das Fahren abseits markierter Pisten, insbesondere in Wald- und Schutzgebieten, zu unterlassen. So trägst du zum Schutz der Tiere und Pflanzen bei. Dazu gehört auch, jeglichen Abfall ordnungsgemäß im Skigebiet oder in der Unterkunft zu entsorgen.
Hierbei adressiert die FIS einerseits die Liftbetreiber, die für einen reibungslosen Betrieb verantwortlich sind. Andererseits sind die Benützer der Lifte aufgefordert, die Vorschriften der Betreiber einzuhalten. Darüber hinaus wird von ihnen erwartet, dass sie selbst einschätzen, ob sie die körperlichen und technischen Voraussetzungen für eine sichere Liftfahrt erfüllen.
In den FIS-Regeln heißt es: „Skifahrer und Snowboarder sind nicht nur für ihr fehlerhaftes Verhalten, sondern auch für die Folgen des Tragens einer mangelhaften Ausrüstung verantwortlich. Entsprechendes gilt auch für die Benützer neu entwickelter Sportgeräte.“ Folglich empfiehlt es sich, die Wintersport-Ausrüstung regelmäßig (zumindest einmal im Jahr) vom Fachmann durchchecken, servicieren und bei Bedarf neu einstellen zu lassen.
Dein Plus: Bei INTERSPORT Rent erhältst du nur neuwertiges Equipment, das perfekt in Schuss ist. Für die passende Einstellung sorgen die RENTertainer, die dich persönlich und individuell betreuen.
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Auch beim Neukauf einer Ski- oder Snowboardausrüstung solltest du immer auf eine professionelle Beratung setzen. Frauen verletzen sich beim Skifahren beispielsweise häufiger am Knie als Männer. Sie greifen daher besser zu leichteren und drehfreudigeren Skiern – was auch für Anfänger empfehlenswert ist. Du willst dir neue Ski kaufen? Dann lies gleich unseren Beitrag: Welcher Carving-Ski ist der richtige für mich?
Wer beim Skifahren und Snowboarden Wert auf Sicherheit legt, der trägt einen Helm. Beim Helmkauf solltest du auf die Kennzeichnung mit der EU-Norm EN 1077 achten. Wir empfehlen außerdem, Skihelm und Skibrille aufeinander abzustimmen. Hier erfährst du, wie du die perfekte Skibrille findest.
Gewusst? In einigen Ländern herrscht Helmpflicht in Skigebieten, so etwa in Österreich – für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.
Ebenfalls zur Schutzausrüstung zählen Handgelenksschoner. Vor allem Snowboarder tragen die Schützer, um Brüchen im Handgelenk vorzubeugen. Flexible Schoner sind in diesem Fall solchen mit Hartschalen vorzuziehen.
Last, but not least kannst du dich mithilfe von Rückenschonern gegen Verletzungen beim Skifahren und Snowboarden wappnen: Sie schützen die Wirbelsäule vor direkten Schlägen, allerdings nicht vor den häufig vorkommenden Stauchungen. Solche Protektoren werden meist von Freeridern und Freestylern getragen. Die erforderliche Qualität erkennst du an der Kennzeichnung durch die EU-Norm EN 1621-2.
Bestimmt kennst du das: Kleine Skihäschen werden schnell zu unkontrollierbaren Pistenflitzern. Welche Regeln kann man nun als Elternteil beim Skifahren und Snowboarden mit Kindern einhalten, um Unerfreuliches zu vermeiden?
Apropos Helm: So wählst du die perfekte Größe bei Kinder-Skihelmen.
Anleitung: Was ist im Notfall zu tun?
Notfallnummern:
Denk daran: Laut FIS-Regeln bist du bei einem Unfall verpflichtet zu helfen!